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Um sich in einer Welt aus Zeichen orientieren zu können, bietet uns Umberto Eco eine "semiotische Brille" an.
Umberto Eco (1932-2016) ist einer der wichtigsten Denker der Gegenwart. In seinen Arbeiten als Philosoph, Romanautor und öffentlicher Intellektueller setzte er sich auf unterschiedliche Art und Weise mit den Regeln und Funktionsweisen der Interpretation, ihren Grenzen und Gefahren auseinander. Hierfür entwickelte er einen eigenen semiotischen Ansatz, der u.a. der Hermeneutik Luigi Pareysons und der Zeichentheorie von Charles Sanders Peirce wesentliche Impulse verdankt. Auch wenn der Fokus erst auf der Interpretation von Kunstwerken, dann von literarischen Texten lag, ging es Eco darum, Semiotik als allgemeine Kulturtheorie zu verstehen - denn alles, was Kultur ist, ist Zeichen. Oder, mit Ecos Worten: "Man stiftet Menschheit, wenn man Gesellschaft stiftet; aber man stiftet Gesellschaft, wenn man Zeichen austauscht."

novembre 2025, 115 pages, Philosophische Einstiege, Allemand
Brill | Fink
978-3-7705-6946-5

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