Aufgrund der damit verbundenen Vorteile ist die Früherkennung ein wesentliches Ziel, das die meisten Forschungsarbeiten zur Entwicklung von Biosensoren leitet. Sie ermöglicht es nämlich, bei einem Epidemierisiko schnell und wirksam zu reagieren, um dieses besser einzudämmen. Auf individueller Ebene führt sie durch ein früheres Eingreifen zu einer Verbesserung der therapeutischen Wirkung der Behandlungen und des Komforts für den Patienten. Eine frühzeitige Diagnose beruht in den meisten Fällen auf der Fähigkeit, in diesen komplexen Flüssigkeiten einen Krankheitserreger oder einen für eine bevorstehende Erkrankung charakteristischen Biomarker in sehr geringer Konzentration nachzuweisen. Die Verbesserung der Nachweisgrenzen ist daher eine Priorität bei der Entwicklung von Biosensoren. Unter den verschiedenen untersuchten Ansätzen erscheint die Nanostrukturierung der empfindlichen Oberfläche des Biosensors sehr vielversprechend. Die dadurch entstehende Rauheit führt zu einer Vergrößerung der empfindlichen Oberfläche, wodurch eine größere Anzahl von Einfangliganden immobilisiert werden kann, aber auch zu einer besseren Ausrichtung der Liganden, wodurch diese im Prozess der Zielerkennung effizienter werden.
Verlag Unser Wissen
978-620-9-76723-4

