Recht und Geschlecht in der Frühen Neuzeit

Über die rechtliche Ordnung weiblichen Lebens am Beispiel der Frauen im Herzogtum Württemberg

Das frühneuzeitliche Recht gilt hergekommen als ein Instrument, das auf vielen Ebenen die Möglichkeiten und Rechte von Frauen zugunsten der Männer beschränkte. Giulio Erbar dokumentiert und analysiert am Beispiel des Herzogtums Württemberg, wie Gesetze, das rechtsgelehrte gemeine Recht und lokale Rechtsgewohnheiten in einem komplexen System das Verhältnis von Mann und Frau ausgestalteten. Sichtbar wird, dass sich die praktische Rechtsanwendung erheblich vom Gesetzeswortlaut entfernen konnte und deshalb ein neuer Blick auf das Verhältnis von Recht und Geschlecht in der Frühen Neuzeit erforderlich ist, der ungeahnte weibliche Handlungsräume zeigt.

juin 2026, Forschungen zur deutschen Rechtsgeschichte, Bd. Band 037, Allemand
Böhlau-Verlag GmbH
978-3-412-53584-1

Autres titres sur ce thème