Karriere im Nationalsozialismus: Franz Kerber
Wie konnte ein nationalsozialistischer Oberbürgermeister sich 1933 so schnell etablieren in der Stadt Freiburg, deren Gesellschaft katholisch-bürgerlich geprägt war? Diese Frage steht im Zentrum dieses Buches, das die steile, aber kurze Karriere Franz Kerbers (1901-1945) beschreibt. Zudem: Wie konnte er sich so lange im Amt halten? Denn als Oberbürgermeister hat er wenig bewegt. Einzige Ausnahme: die brutale Verdrängung des damaligen Amtsinhabers. Kerber war weder ausgewiesener Kommunalpolitiker noch Verwaltungsfachmann, er hatte kaum Rückhalt in der Freiburger NSDAP, und ein Drittel seiner Amtszeit hielt er sich gar nicht in Freiburg auf. Dennoch erscheint sein Bild in der Lokalgeschichte weithin in mildem Licht. Das soll hier korrigiert werden.
Rombach Verlag KG
978-3-7930-6090-1


