Internationale Koordinierung der Währungs- und Finanzstabilitätspolitik
Nach jeder Finanzkrise kommt es zu einer neuen Debatte über die Überarbeitung der globalen Überwachungsarchitektur. Ein neues "System" entsteht, verwandelt sich schnell in ein "Nicht-System" oder sogar in ein "Anti-System". Der vorherrschende "Top-Down"-Ansatz bei der Entscheidungsfindung ist jedoch offensichtlich nicht erfolgreich, was eine Debatte über eine neuere Konfiguration rechtfertigt - die "Bottom-Up"-Struktur der internationalen Politikgestaltung, in der das Konzept der Hegemonie - ob regional oder global, gutartig oder bösartig - keinen Platz hätte. Sie könnte sich auf die neuen Ideen der Einrichtung nationaler Finanzstabilitätsräte stützen, die sich aus nationalen Behörden zusammensetzen, die die Geldpolitik, die Regulierung des Finanzsektors und die Fiskalpolitik überwachen. Diese "Gruppe" würde einen ganzheitlichen Blick auf Fragen potenzieller Schwachstellen werfen, die sich aus der Vernetzung innerhalb von Sektoren, zwischen Sektoren und zwischen Volkswirtschaften ergeben. Sie wäre von Natur aus makrofinanziell und würde sich auf einen "Ausschussansatz" stützen, um die Finanzstabilität auf demokratische, wirksame und legitime Weise zu gewährleisten. Das "Chairs and Shares"-Modell der globalen Governance sollte einem "CARE and SHARE"-Modell weichen, und die Geldpolitik sollte von "WELFARE" (Wohlfahrt) statt von "WARFARE" (Krieg) bestimmt werden.
Verlag Unser Wissen
978-620-9-64283-8

