Vermutlich hat kein Songwriter des 20. und 21. Jahrhunderts bei Intellektuellen und Philosophen so viel Aufmerksamkeit erregt wie Bob Dylan. Obwohl er im engen Sinne weder ein Intellektueller noch ein Philosoph ist, kann man durchaus von einer Dylan'schen Songphilosophie sprechen. Jenseits der strikten Gepflogenheiten und Begrenzungen des modernen philosophischen Diskurses nimmt der Künstler sich dieselben Freiheiten, die auch antike Philosophen besessen haben: unbedingte Subjektivität statt Systemzwang, Feier des Augenblicks und das Freisetzen einer Vielfalt von Blicken auf die Welt und das eigene Ich. Dylans Lebenswerk beweist, dass in Songs alles behandelt und erfahrbar gemacht werden kann, was existiert. | 'Dannemanns Buch verspricht eine spannende Lektüre und ist eine der interessantesten Veröffentlichungen zu Dylan in deutscher Sprache der letzten Jahre. Ein Buch, das abseits der ausgetrampelten Biographie-Wege neue, interessante Denkanstöße für die Beschäftigung mit Dylan bietet.' (Thomas Waldherr, Keywestmagazin, April 2026)
Bertz + Fischer
978-3-86505-351-0

