Commander aujourd'hui : Schweizerische Zivilprozessordnung (Art. 1–352 ZPO sowie Art. 400–408 ZPO)

Empörung und Tabu

Sexuelle Kriegsgewalt im Völkerrecht des späten 19. Jahrhunderts

Dieses Buch dekonstruiert das verbreitete Narrativ, sexuelle Kriegsgewalt sei erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts völkerrechtlich verboten worden. Anhand von Fallstudien zu Kriegen im 19. Jahrhundert - im europäischen Zentrum und auf dem Balkan - zeigt es, dass sexuelle Gewalt damals bereits untersagt war. Die Debatten darüber fanden jedoch fast ausschließlich in (semi-)kolonialen Kontexten statt, wo solche Gewalt als Zeichen "unzivilisierter" Kriegsführung galt. In europäischen Kriegen hingegen wurde sie als überwunden betrachtet und tabuisiert. Analysiert werden neben völkerrechtlichen Quellen auch journalistische, diplomatische und aktivistische Diskurse, um Völkerrecht als diskursive Praxis zu verstehen.

novembre 2025, 467 pages, Studien zur Geschichte des Völkerrechts, Bd. 46, Allemand
Nomos
978-3-7560-3621-9

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