Commander aujourd'hui : Schweizerische Zivilprozessordnung (Art. 1–352 ZPO sowie Art. 400–408 ZPO)

Dunkle Orte transformieren

Von der NS-Luftkriegsakademie zum Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

Die Berliner Havelhöhe ist ein Ort mit einer langen und sehr widersprüchlichen Geschichte: Erbaut als NS-Luftkriegsakademie, fand hier Forschung für den Krieg statt, wurden Kampfpiloten ausgebildet und Maschinen zum Töten optimiert. In der Nachkriegszeit zog in die verlassenen Gebäude zunächst ein Tuberkulose-Akutkrankenhaus ein, später das anthroposophische Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Heute entwickelt es sich zu einem modellhaften Gesundheits-Campus. Wie konnte dieses aus dunklen Zeiten stammende architektonische Ensemble umgebaut werden fürs Heilen im Hier und Heute? Welche Rolle spielt die lichtdurchflutete Kiefernlandschaft im Genesungsprozess dieses hoch über Spree und Havel gelegenen Ortes? Welches Gegenmodell zu den autoritären Medizin- und Gesellschaftsentwürfen des frühen 20. Jahrhunderts formiert sich hier als Weg für selbstbestimmtes Heilen? Im Transformationsprozess der Havelhöhe bedingen und durchdringen sich medizinische, architektonische, landschaftliche und gesellschaftliche Aspekte. Dieses Zusammenwirken zu verstehen und zu artikulieren, verspricht Erkenntnis nicht nur über medizinische Projekte, räumlichen Umbau und landschaftliche Strukturen, sondern auch über die damit verbundenen Geisteshaltungen, ohne die kein dunkler Ort hell wird. Die Art und Weise des Erfassens durch direktes Erleben und mit künstlerischen Mitteln steht in diesem Erkenntnisprozess zentral - und kann weiteren Wandel tragen.

octobre 2025, 334 pages, Allemand
Lukas Verlag
978-3-86732-487-8

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