Die junge Republik
Wie war das eigentlich, in der jungen Bonner Republik aufzuwachsen? Eine Lederhose gehörte auf jeden Fall dazu! Je nach Generation: Seifenkiste und Schiefertafel, Bonanza-Rad und Zündapp ZD 20, Koffer-Plattenspieler und Märklin-Eisenbahn, die "Bravo" und der "C64", Hausbesetzung und Interrail. Nach "Die Bonner Republik" hat sich der Fotohistoriker Wolfgang Vollmer erneut in die Archive begeben und wieder faszinierende Bilder gefunden. Diesmal konzentriert er sich auf die jungen Menschen, die die neue Republik bevölkern. Ihr Weg führte sie aus den Ruinen der Nachkriegszeit über die Revolten der Sechziger bis hin zum Pop-Jahrzehnt der Achtziger. Hier, zwischen biederem Alltag und radikalem Aufbruch, formte sich das Gesicht einer modernen Nation. Der renommierte Journalist Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) analysiert in seinem scharfsinnigen und empathischen Essay eine Jugend zwischen Anpassung und Rebellion. Er erinnert an das gemeinsam geteilte Badewasser in den 50ern und an die bohrenden Fragen nach der NS-Vergangenheit, von der die Alten nichts mehr wissen wollten. Das Bild der jungen Bonner Republik - es ist ein Wimmelbild. Prantl beschreibt es mit erzählerischer Kraft.
Greven Verlag
978-3-7743-0999-9

