Commander aujourd'hui : Schweizerische Zivilprozessordnung (Art. 1–352 ZPO sowie Art. 400–408 ZPO)

Die Eigentümlichkeit des Weinkaufs

Über die Sonderstellung der emptio vini im römischen Vertragsrecht

Den Ausgangspunkt der vorliegenden Untersuchung bildet die Frage, ob Lenels Entscheidung, den Weinkauf in den Sabinuskommentaren palingenetisch in einer eigenen Rubrik zu verorten, von den Quellen gestützt wird. Obwohl wirtschaftlich dem Kauf zugehörig, konnten Weintransaktionen aus dem Kaufrecht hinausfallen. Im griechischen Recht bildeten Lieferungskäufe über Wein einen eigenen Vertragstyp. Für das römische Recht ergab sich hingegen ein komplexeres Bild. Quellentexte, in denen der Kauf von Wein thematisiert wird, erlauben nur ausnahmsweise dogmatische Rückschlüsse auf andere römisch-rechtliche Vertragstypen. Das romanistische Schrifttum wird daher in Zukunft genau prüfen müssen, innerhalb welcher Grenzen Wein-Fragmente mit anderen vertragsrechtlichen Konstellationen vergleichbar sind.

Die Autorin
Pia Friedrich wurde mit dieser Arbeit zum römischen Vertragsrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Sie ist als Diplomatin derzeit an die Botschaft Manila entsandt.

novembre 2025, env. 265 pages, Allemand
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
978-3-658-50366-6

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