Das Chinesen-Image im deutschen Dokumentarfilm "Die Neue Seidenstraße: Chinas Griff nach Westen". Eine multimodale Imageanalyse

In deutschen Medien wird das Bild der Chinesen oft ambivalent gezeichnet - besonders im Kontext der Neuen Seidenstraße. Dieses Buch untersucht, wie im deutschen Dokumentarfilm Neue Seidenstraße: Chinas Griff nach Westen ein multimodales Chinesen-Image durch Sprache und Bild konstruiert wird. Ausgehend von der linguistischen Analyse von Sprachgebrauchsmustern überträgt die Studie erstmals das Konzept auf die visuelle Ebene und entwickelt dafür den Begriff des "Bildgebrauchsmusters". Mithilfe manueller Annotation und Software-gestützter Analyse (AntConc, MAXQDA) werden sieben zentrale Teil-Images identifiziert, nämlich "Invasoren", "Fremde", "Gewinner", "Leiter", "Opfer", "Fleißige" und "Großstädter". Dabei stehen die ersten drei Teil-Images im Mittelpunkt. Ein Vergleich mit dem chinesischen Dokumentarfilm Crossroads. 2000 Years on the Silk Road verdeutlicht kulturelle Deutungsdifferenzen. Die Arbeit liefert nicht nur inhaltliche Erkenntnisse zur deutsch-chinesischen Wahrnehmung, sondern auch eine innovative, übertragbare Methodik für die multimodale Imageanalyse.

avril 2026, 104 pages, Allemand
Diplomica Verlag
978-3-69122-519-8

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